Unmoral. Und es ist ja eine unheimliche Ruhe…
Oh weh, der Tag beginnt wegen eines Fehlklicks im Feedreader mit einer Extremdosis Qualitätsjournalismus. Ein Süddeutscher über den Gaza-Report von „Breaking the Silence“: „Die Unmoral der Truppe“. Schon der Tiiitel! Als ob es da um etwelche Obszönitäten ginge… Und hat an jemals einen faderen Anriß gesehen als das hier:


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Die Frau ist so um die fünfzig und hat das spartanisch-sozialistische Alt-Israel als Kind noch mitbekommen. Sie erzählt (ohne viel Stolz, eher schon ein bißchen posttraumatisiert) von den Wanderungen in der judäischen Wüste, die sie in der Schule machen mußten. Und zwar jeweils für eine Woche.
Es paßt einfach alles zu gut zusammen. Der den Holocaust geleugnet habende +Williamson ward aus Argentinien hinausgebeten (ausgebetet?). Bei mir läuft seit fast schon zwei Wochen der „argentinische Bob Dylan“ Léon Gieco in Endlosschleife. Zum hundersten Jubiläum des Futuristischen Manifests paßt es auch.


Ich würde hier gerne einmal kurz, aber um so herzlicher anmerken, wie sehr mir am Wochenende die Pro-Israel-Demonstranten auf die Nerven gegangen sind, und zwar obwohl ich in der gegenwärtigen Auseinandersetzung, wenn ich mir denn eine Seite aussuchen müßte, auch auf der israelischen stände.


