Ein Apokalyptus-Bonbon…

… bietet die Welt den rechten Wutbürgern an: „Apokalypse jetzt“. Die Springerpresse gibt mit diesem Artikel einem Japanologen das Wort, der ganz unvermeidlich mehrmals seine Sprachkompetenz und die fehlende Sprachkompetenz der (im Gegensatz zu ihm) in Japan anwesenden Journalisten betont. Wir kennen das: Icksypsilonologen können die Sprache, haben aber keinen Reisekosten-Etat – Journalisten hingegen können reisen, also dürfen sie nach Meinung ersterer zumindest die Sprache nicht können.

(weiter…)

Die letzten Tage

Sogleich war er da, der Abscheu vor den linken Wutbürgern, die da seit Freitagmorgen mit dem üblichen scheinheiligen Gestus des deutschen Linksliberalismus auf den Super-GAU lauern. Und zur Stunde sieht es auch noch so aus, als sollten sie nicht enttäuscht werden.

(weiter…)

NZZ – War Japan eine Angreifer-Nation? (Kultur, Aktuell, NZZ Online)

Ein hoher Offizier der Japanischen Armee hat Japan auf Augenhöhe sehen wollen, und zwar bemerkenswerterweise kurz *vor* seiner Pensionierung. Leider sagt die NZZ nicht, was er eigentlich gesagt hat, es ist da ganz offensichtlich eine Textpassage unter die Räder gekommen. – Link

Der Göttersturm-Bund

Yukio Mishima

Das ist der Titel eines sehr merkwürdigen Stücks Literatur, nämlich eines historisch-politischen Traktats, den Yukio Mishima in seinen Roman „Unter dem Sturmgott“, den zweiten Band der Tetralogie „Das Meer der Fruchtbarkeit“, einbaut.

Der Roman spielt in den frühen dreißiger Jahren vor dem Hintergrund des japanischen Hochmilitarismus. „Und überall wurden die linken Lehrer verhaftet.“

(weiter…)

Im Regen…

Ein Fundstück, es ist schon einige Wochen alt, im Ehernen Schild:

Wir einfachen Menschen, die keine Ausbildung erfahren haben die ein Adeliger normalerweise erhält, tun uns sicher schwerer. Aber es ist ein Prinzip, dem es nachzufolgen gilt. Oft denke ich bei Regen an das „Hagakure“, wo sinngemäß gesagt wird, dass ein Samurai im Regen nicht dahinhetzt. Nein er nimmt vielmehr die Tropfen tapfer auf sich, ohne eine Miene zu verziehen. Anderweitig würde seine Würde darunter leiden, denn die Eile ist die Gegnerin der Würde.

Ich fand das in mehrerer Hinsicht sehr schön und hätte schon längst etwas dazu sagen wollen, war aber bis dato nicht dazu gekommen.

Erstens müssen wir uns heute alle unseren eigenen Kodex zusammenbasteln, wer bekäme ihn noch in die Wiege gelegt? Wir querulatorischen Unterschichtler jedenfalls heute ebensowenig wie jemals. Tjoar, wo ist das Volk, das nur aus Aristokraten besteht? (Abgesehen von den Tschetschenen, natürlich. :-D )

(weiter…)