Zur Beruhigung
Nachdem ich hier kürzlich in ganz obskuren und egozentrischen Kontexten die deutsch-argentinische Freundschaft habe hochleben lassen, ist es mir heute und zu dieser Stunde ein echtes Bedürfnis (zum vierten oder fünften Male, seit es dieses Blog gibt – und mithin zumindest nicht bemüht originell), eines meiner Lieblingsgedichte zu zitieren:
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Es paßt einfach alles zu gut zusammen. Der den Holocaust geleugnet habende +Williamson ward aus Argentinien hinausgebeten (ausgebetet?). Bei mir läuft seit fast schon zwei Wochen der „argentinische Bob Dylan“ Léon Gieco in Endlosschleife. Zum hundersten Jubiläum des Futuristischen Manifests paßt es auch.
Der Bibelverkäufer ist im Haus und bietet Borges das Buch ohne Anfang und Ende und mit einer unbestimmten Seitenzahl an. Er rechtfertigt sich, es einem Eingeborenen in Indien abgeluchst zu haben. Er sei Presbyterianer und sei sich sicher, den Eingeborenen nicht übers Ohr gehauen zu haben, als er das teuflische Buch gegen das Wort des Herrn eingetauscht habe.
Heute morgen bin ich auf den Gedanken gebracht worden, auf Schatten zu achten und mir über Schatten Gedanken zu machen. Den Tag über habe ich die Dunkelheit herbeigesehnt. Und nun bin ich wieder an Borges‘ Gedicht „Lob des Schattens“ hängengeblieben.
Bei Peter Hammer (Köln) gibt’s was Neues von Jorge Luis Borges: 

Ah, wie herrlich ist dieses Gedicht von Borges, wohl eines seiner bekannteren und vielleicht das Schönste, was über unsere Sprache je gesagt worden ist: 
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