Auswandern aus Rußland
In einem sehr lesenswerten, dichten Artikel zeichnet Kerstin Holm (Moskau) ein realistisches – also ein finsteres – Bild von der Lage im Lande des „Quadriga-Preis“-Trägers. Die gutausgebildete Elite sitzt offenbar zu einem guten Teil auf gepackten Koffern – einige müssen allerdings noch warten, bis sie wieder aus dem Gefängnis heraus sind, in das sie durch fingierte Prozesse gewandert sind, weil der Staat an ihr Geld wollte. Die Apparatschiks des Rentenkapitalismus brauchen keinen Mittelstand, weil sie Rohstoffe haben. Man fürchtet allerwegen, daß Putin wieder Präsident wird. Gegen Endes des Artikels ein bißchen Hoffnung. Und ja, so ist es seit den Tagen Peters des Großen: Rußland liebt Europa und wird nicht zurückgeliebt. Guter Artikel.





