Brandts „Erinnerungen“ 12 – in der Schule

Auf der St. Lorenz-Knaben-Mittelschule, die ich sieben Jahre lang besuchte, lernte ich Deutsch, zu Hause sprach man Platt. Von dort ging’s 1927 für ein Jahr zur Realschule und weiter, mit Hilfe eines fordernden Lehrers und eines fördernden Großvaters, auf jenes Johanneum, das mich aus der geschlossenen Welt der Arbeiterkultur nicht hinausführte – dazu reichten die häuslichen Wurzeln zu tief –, aber mich beizeiten zwang, daß ich mich auch sonst behauptete; die Arbeiterfunktionäre hatten Selbstbewußtsein in aller Regel nur in ihrem eigenen Kreis zu entwickeln. Und war nicht ihre Scheu, mit der bürgerlichen Welt in Berührung zu kommen, Teil ihres Mißerfolgs?

S. 87 f.

Drei Bemerkungen dazu.
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Brandts „Erinnerungen“ 11 – über die „linksliberalen ‚Nahesteher‘“ und die Stahlarbeiter von Dortmund

Anläßlich der Bemerkung über den Begriff „Gutmenschen“ hier noch etwas aus Brandts Erinnerungen. Bekanntlich hat Brandt im April 1972 ein konstruktives Mißtrauensvotum nur knapp – nämlich mit zwei Stimmen Mehrheit – überstanden.

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