„Die Generation C64 schlägt zurück“
Leider in einiger Eile ein Hinweis auf den in der Tat hervorragenden SpOn-Artikel nämlichen Titels. Daraus:
Leider in einiger Eile ein Hinweis auf den in der Tat hervorragenden SpOn-Artikel nämlichen Titels. Daraus:
Sträflicherweise, gerade nach den Äußerungen zur Verwerflichkeit der Involviertheit heute, schon wieder ein bloggiger Eintrag. :schäm: Die NZZ meldet: Zwei renommierte politologische Zeitschriften haben nach dem „bedeutendsten zeitgenössischen Intellektuellen“ gefragt – und unvorsichtigerweise im Web abstimmen lassen.
„Endstation rechts“ zitiert in voller Länge einen nun sechs Jahre alten Text von Jens Jessen aus der Zeit: „Der Liberalismus hat gesiegt … aber seine Toleranz verloren.“ Und zwar wird dieser Text explizit zur Causa Krause in Beziehung gesetzt – das scheint mir bemerkenswert für eine Antifa-Site. Seit der Entstehung des Textes hat sich die Lage in der Tat nicht verbessert. Hinzugekommen ist seither erstens die Schrei- und Brüllkultur des „Web 2.0″ in all ihrer Scheußlichkeit, die Möglichkeit des Mobs, sich in Blogs und ähnlichem öffentlich und ungefiltert zu artikulieren, und zweitens der plumpe Skandal-Journalismus der Online-Redaktionen. Die Rolle der Online-Redaktion des Spiegels diesem deutschlandweiten Wett-Schreien hat vor einigen Tagen Stefan Niggemeier anhand eines Beispiels überzeugend dargestellt.
Vinneuil hat gestern andernorts eine Filmrezension veröffentlicht, deren Lektüre ich den Hinweis auf eine sehr interessante kleine Seite zu einer ausgesprochen sympathischen Geisteshaltung verdanke: Menefreghismo, menefreghista.
Wir hatten schon auf k2 des öfteren ähnliche Gemütszustände gerühmt, ohne doch über ein treffendes Wort dafür zu verfügen. Ich hatte mich gelegentlich mit Désinvolture oder dem etwas sperrigen Unbeteiligtheit, auch mit dem leider ganz mißverständlichen Rotzigkeit beholfen.
Daß ich diese sozusagen „nicht-schlaffe“, kernige und leicht gereizte Scheißegalhaltung hinreißend finde, brauche ich hier kaum zu wiederholen.
Ein wunderbarer, glasharter (nun ja: auch ziemlich involvierter…) Kommentar zum Thema „Gegenöffentlichkeiten“ findet sich im FAZ-Feuilleton von morgen. Christian Geyer bringt es auf den Punkt. Sehr wichtig auch, daß das unvermeidliche notdürftig verklausulierte Drohen mit körperlicher Gewalt („Hausbesuche“ etc.) in den Kommentaren auf den allseits bekannten „politisch inkorrekten“ und/oder anti-islamischen Ochlos-Sites angesprochen wird. Das gibt es dort seit Jahren immer wieder und unausgesetzt, und es wird allerhöchste Zeit, daß dagegen vorgegangen wird. Es wäre sehr schön, wenn die ebenso unsägliche wie absehbare Schmutzkampagne gegen Jessen hier etwas anstoßen würde.