Perlentauchers täglicher Selbstwiderspruch

ptJeden Tag ein Lacher, wie schön. Und immer so unvorhergesehen… Fast in jeder Feuilletons-Umschau des Perlentauchers entweder ein Diss gegen die tumbem Print-Journalisten, die die schöne neue Welt einfach nicht verstehen wollen oder können (heute gegen Klaus Staeck) oder ein Knicks vor den Netzaff(in)en. (Ich gehöre zu letzteren.) Meistens beides. Nur: wen zitiert und referiert der Perlentaucher?

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Das Wort zum Donnerstag

niggemeierspricht Stefan Niggemeier, der PT hört es:

Wenn der Zeitungsjournalismus so wäre, wie er in den vielen Zeitungsjournalismus-Verteidigungstexten beschrieben wird, dann müssten Zeitungen zum Beispiel in der gegenwärtigen Auseinandersetzung um die Zukunft des Urheberrechts der Ort für die gepflegte Debatte sein, allen begründeten Standpunkten ihren Raum geben, abwägen und differenzieren und die eigenen Interessen deutlich machen. Ich sehe stattdessen an vielen Stellen Zeitungen als Propagandainstrumente in eigener Sache, die einseitig und penetrant Stimmung machen und dabei grotesk übertreiben.

(Bezug)

„An der Seite der Schwachen“

Der Perlentaucher glänzt in diesen Tagen mit pointierten Formulierungen. Das im Tagesspiegel unter dem Titel „An der Seite der Schwachen“ veröffentlichte Eloborat Gregor Gysis faßt er folgendermaßen zusammen: „Das historisch-dialektische Potenzial der PDS ist ungebrochen.“ Kurz gesagt behauptet Gysi folgendes: Die DDR war antiisraelisch, aber nicht antisemitisch, die lange von der CDU dominierte BRD hingegen war proisraelisch und gleichzeitig (daher?) antisemitisch.

Daraus:

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Der Sachverstand der Feuilletons

Aus‘m Perlentaucher, ist der erste Satz der heutigen Umschau:

Die Feuilletons wenden auch heute ihren ganzen Sachverstand den Finanzmärkten zu.

:-D

Oh Gott, auf der „Achse des Guten“ probiert’s

ein Langweiler mal wieder mit dem Großen Konnex: „Islam, Antisemtismus, Großmufti, Adolf, Kaiser Wilhelm“. Oki, das ist ’ne Klapsmühlen-Site, ruhig Blut. Ärgerlich finde ich nur, daß der Perlentaucher derlei vermeldet. Wegen so etwas liest man den eigentliche nicht. Wollen sie demnächst noch Hagagaga referenzieren? :roll:

Broderiana II & FAZ-Perlentaucheriana

Wenn die FAZ „Hü!“ sagt, und der Perlentaucher sagt etwas dazu, dann sagt er mit Sicherheit „Hott!“. Und so wirft sich nun Thekla Dannenberg vom PT für Henryk M. Broder ins Zeug, nachdem der – Amyklai hat berichtet – von Patrick Bahners in der FAZ angegriffen worden war.

Sicher zu Recht weist die Autorin daraufhin, daß es (in diesem Falle einmal, Amyklai) Broder sei, der verklagt von Evelyn Hecht-Galinski worden sei und nicht umgekehrt.

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SOS ! (2. Update)

Uah! Das ist das Presse-Ereignis der Woche! (Es datiert von gestern, ich bekomm’s erst heute mit.)

André Glucksmann und Bernard-Henri Lévy veröffentlichen in der Libération einen donnernden Appell an die Europäer zur Georgienfrage, nein, zur Rußlandfrage: „SOS Géorgie ? SOS Europe !“

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Flash!

Ein kleiner Lacher gelegentlich eines Fundstücks in den heutigen Perlentaucher-Feuilletons-Regesten:

Timo John begutachtet das von den Architekten Auer und Weber (dysfunktionale Flashadresse wie bei Architekten üblich) entworfene neue Versorgungszentrum des Klinikums Stuttgart […]

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