Audio ohne Slideshow zu Schleswig-Holstein
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Audio-Datei (Dauer/Größe: 6:16 — 3.2MB)
Links: Die Angst vor der großen Koalition
Bildquelle: TF28, CC
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Schade, schade, wenn das Ergebnis im Saarland für die Grünen nur um noch 0,1 Prozentpunkte schlechter ausgefallen wäre, wäre es noch deutlicher, als es ohnehin schon ist: Die Partei der reichen Weiber, die Angst vor vergiftetem Salat haben, hat Konkurrenz bekommen – Söhnchen Alexander Philipp hat noch mehr Angst vor „Stasi 2.0“ und ACTA.
Ob der Piratenpartei in Berlin das Improvisieren gelingen wird, wie es die taz in einem Kommentar anmahnt: „Die Kunst der Improvisation“? Ich bezweifle das weiterhin. Sicher, die anderen Partei haben in der Finanzkrise auch nicht gewußt, was sie tun sollen, und wissen nun nicht, wie der Euro zu retten sei.
Nach einem strahlenden Wahlsonntag, an dem jeder Verständige auf 7-8 % für die Piratenpartei gehofft hat, senkt sich nun die bleigraue Decke sozialer Kälte und des totalen Überwachungsstaates über’s Land, so scheint’s. Im Ernst, 2,0 % sind ein toller Erfolg für einen Monothematiker-Haufen, der im Wahlkampf ausschließlich durch Trotteligkeiten (JF-Interviews) und Infantilismen (Yeah!) aufgefallen ist und in dem viele Telepolis lesen. Jetzt kann man hoffen oder vielleicht zu hoffen wagen, daß etwas daraus wird.
… einmal kurz zu den „Nerds“ insofern Schirrmacher morgen in der FAS sehr breit (anscheinend eine ganze) Seite und in seinem üblichen, sehr aufgeregten Ton über die Piratenpartei schreibt: „Die Revolution der Piraten“. Und zwar tut er das dezidiert unter der Parole „Nerds“:
Sie haben unsere Welt programmiert: Nerds blieben bislang am liebsten unter sich und waren beinahe unsichtbar. Jetzt betreten sie die Welt der Politik. Was hat das zu bedeuten?
So, ich habe in den letzten Tagen sooo viel auf die Piraten und ihre Nerdigkeit eingedroschen. Ich mag nicht mehr, und laß das jetzt erstmal. Es wird mir langweilig, und es wird mir auch ein bißchen zu üblich, darauf herumzureiten. Und immerhin kommt der Popp in dem taz-Mini-Portrait auch nicht eben unsympathisch rüber. Eine Gesellschaft kann eben weder nur aus Hackern, noch nur aus Bankern, noch nur aus Schreibslern bestehen, und es muß sie alle auch geben. (Dazu vielleicht später mal mehr…)
Hm, vielleicht geh ich Sonntag doch noch wählen… Es gibt verschiedene „Voll-Parteien“ (Parteien, die nicht nur einen Themenkomplex bedienen), die für mich wählbar wären (Grüne und FDP z.B.). Aber darunter ist keine, die mich aus dem vorliegenden Anlaß (also diese albernen „Europawahlen“ zur Alimentierung von verdienten Kadern) mobilisieren könnte.