Im Regen

Keine Angst, bitte, diesmal keine möchtegern-surrealistischen Traum-Gesichte oder als solche verklausulierten steganographischen Mitteilungen, sondern schieres Alltagsgeschraddel…

Von den Hirnstromverwirbelungen dieses Tages und seinen Endlosigkeiten würde ich gerne berichten, kann es aber nicht. Also berichte ich von seinem Fix- und Schlußpunkt, dem Sportprogramm. Nach den Hanteln verschwitzt und verstunken gegen neun zum Laufen gestartet. Laufen bei Sommerregen ist immer toll, eigentlich das schönste Wetter für diesen Sport. Ganz unpathetisch und geradezu freundlich; das wirkt sich, glaube ich, sogar auf den Laufstil aus. Während der Tour läßt der Regen nach. Und nun ist es still, ruhig, die blanken Pfützen verschwinden im Dunkeln und wir harren der Dinge.

Bildquelle: gari.baldi, CC – danke!

Im Regen…

Ein Fundstück, es ist schon einige Wochen alt, im Ehernen Schild:

Wir einfachen Menschen, die keine Ausbildung erfahren haben die ein Adeliger normalerweise erhält, tun uns sicher schwerer. Aber es ist ein Prinzip, dem es nachzufolgen gilt. Oft denke ich bei Regen an das „Hagakure“, wo sinngemäß gesagt wird, dass ein Samurai im Regen nicht dahinhetzt. Nein er nimmt vielmehr die Tropfen tapfer auf sich, ohne eine Miene zu verziehen. Anderweitig würde seine Würde darunter leiden, denn die Eile ist die Gegnerin der Würde.

Ich fand das in mehrerer Hinsicht sehr schön und hätte schon längst etwas dazu sagen wollen, war aber bis dato nicht dazu gekommen.

Erstens müssen wir uns heute alle unseren eigenen Kodex zusammenbasteln, wer bekäme ihn noch in die Wiege gelegt? Wir querulatorischen Unterschichtler jedenfalls heute ebensowenig wie jemals. Tjoar, wo ist das Volk, das nur aus Aristokraten besteht? (Abgesehen von den Tschetschenen, natürlich. :-D )

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