Archiv des Schlagworts

Rußland

Die Große Peripherie…

Putin betäubt einen Tiger

und Andreas Kilb lacht in der FAZ darüber. Recht so, wie peinlich, die Inszenierung.

FP: Sieben Fragen zu Rußlands Fehler(n)

Ein ziemlich kluges Interview mit Paul A. Goble auf Foreign Policy zum Georgien-Konflikt kann zur Lektüre empfohlen werden: Seven Questions: Russia’s Big Mistake. Ich fasse zusammen: Goble unterscheidet sinnvoll zwischen Ursachen (die russischen Destabilisierungspolitik) und Auslöser (Saakaschwilis Einmarsch in Süd-Ossetien) des Konflikts.

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Die Kugel kreist

Sonja Margolina – eigentlich immer recht lesenswert – analysiert in der TAZ unter dem Titel „kaukasisches Roulette“ die weltpolitische Lage angesichts des Georgien-Konflikts. Nun, die Position und die Motive der USA sieht sie, wie in Deutschland üblich, wohl als geschlossener und zielgerichteter an als sie tatsächlich sind.

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… und eine Leine für den Krallenträger

Eine solche fordert Josef Joffe, Mitherausgeber der Zeit. Er erläutert, was seines Erachtens „der Westen gegenüber Russland lieber lassen sollte“. Freut mich zu lesen, daß politischer Verstand in jener Redaktion noch nicht ganz ausgestorben ist.

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„Als-ob-Strategen“

Ein irgendwie bemerkenswert verblasener, gleichzeitig aggressiver und inhaltsleerer Kommentar von Christoph Bertram auf Zeit-Online zur Georgien-Krise. Einerseits beschimpft er – ja wen beschimpft er? Er beschimpft eigentlich alle anderen in der Überschrift und dann noch mehrmals im Text als „Als-ob-Strategen“, hat dann aber auch nicht mehr zu bieten als ziemlich unpräzise Rußlandversteherei und das unterschwellige Bedienen des Antiamerikanismus der Zeit-Klientel.

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Er gehört uns!

Kerstin Holm – immer lesenswert – informiert uns in der FAZ über den aktuellen Stand der Versuche der rußländischen Obrigkeit, das geistige Erbe Alexander Solschenizyns für sich zu reklamieren. Natürlich ist der Verfasserin ebenso wie den zerprengten russischen Liberalen klar, daß Solschenizyn selbst diese Bestrebungen durch seine Altersschnurren – durch seinen etwas lächerlichen Prophetengestus ebenso wie durch seinen in seinen letzten zwei Lebensjahrzehnten kultivierten großrussischen Chauvinismus – nach Kräften vorzubereiten geholfen hat.

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„Wem schlägt die Stunde?“

Mykola Riabtschuk, Herausgeber der ukrainischen Literaturzeitschrift Krytyka, erläutert in der taz, daß sich die prorussischen Elemente in der Ukraine (also „die Blauen“) bisher mit Beifallskundgebungen zur russischen Invasion in Georgien auffallend zurückhalten und versucht sich an einer Analyse, warum sie das tun. Ein recht interessanter Artikel: „Wem schlägt die Stunde?“.

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Zweimal zu Georgien (Militär & Entzauberung)

Zum fetten Sonntag zwei ruhige Analysen der russischen Invasion in Georgien.

Thom Shanker nimmt sich in der IHT der militärtechnischen Aspekte des Konflikts an. Fazit: Die russische Armee hat seit Afghanistan und Tschetschenien viel gelernt, hat aber duchaus noch Schwächen.

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SOS ! (2. Update)

Uah! Das ist das Presse-Ereignis der Woche! (Es datiert von gestern, ich bekomm’s erst heute mit.)

André Glucksmann und Bernard-Henri Lévy veröffentlichen in der Libération einen donnernden Appell an die Europäer zur Georgienfrage, nein, zur Rußlandfrage: „SOS Géorgie ? SOS Europe !“

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Kupfersulfat zum Frühstück

Nun, eigentlich hatte ich mir heute vorgenommen, mich auf dem Weg zur Arbeit melodramatisch naßregnen zu lassen, aber daraus ist nichts geworden.

Die FAZ ist schon wieder aus den Fugen. Aber sie werden halt auch (man erinnere sich an die lange k2-Diskussion über das Foto auf dem Titelblatt – und an ähnliches) generell immer lauter.

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Wett-Lügen

Ich empfehle meinen geneigten Lesern die Lektüre eines Artikels von Florian Hassel in der Online-FR zum Propaganda-Krieg zwischen Georgien und Rußland. Hassel ist einer der wenigen deutschen Journalisten, die sich in der Region auskennen, und hat schon im Zweiten Tschetschenienkrieg hervorragende Arbeit geleistet.

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Eisenvitriol zum Frühstück

Die FAZ präsentiert sich in ungwohnter Aufteilung, die Woche beginnt mithin beunruhigend. Rußland marodiert im Transkaukasus, China läßt Turnflummis unklaren Alters herumhüpfen. Und dann gäbe es da noch Indien. Es ist in den Leitartikeln viel von Regionen, Großmächten und Polaritäten und Multilaterismen die Rede.

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