Osterhammel/Jansen: „Kolonialismus“ 2 – über Grade von Gewalt und Inhumanität
Die historischen Gegebenheiten sind den meisten, die das hier lesen werden, bekannt – es scheint aber erfreulich, hier eine nicht-netzige und nicht-lunatische Sekundärquelle anführen zu können:
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Da habe ich nun gestern nach der Beendigung von George Orwells „Mein Katalonien“ (zuerst 1938) die Lektüre von Hans Magnus Enzensbergers „Der kurze Sommer der Anarchie“ begonnen. Und es geht nicht, obwohl beide Werke thematisch so nahe beieinander liegen.
Die letzten drei Kapitel sind ziemlich beklemmend und sozusagen ein Vorgeschmack auf 1984. Sie sind gleichsam durchzogen und durchwoben von der allgegenwärtigen Angst vor einer Verhaftung durch die Geheimpolizei. Es muß im Sommer 1937 in Barcelona eine entsetzliche Atmosphäre geherrscht haben – auch in Brandts Erinnerungen klingt sie an.
Der Absatz, in dem Orwell vor seiner eigenen Schilderung warnt, ist glaube ich ziemlich bekannt. Ich möchte ihn aber auch und gerade daher auch in diesem Blog haben.