Osterhammel/Jansen: „Kolonialismus“ 2 – über Grade von Gewalt und Inhumanität

Osterhammel-Jansen Kolonialismus 2Die historischen Gegebenheiten sind den meisten, die das hier lesen werden, bekannt – es scheint aber erfreulich, hier eine nicht-netzige und nicht-lunatische Sekundärquelle anführen zu können:
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HR 2 Kultur (Der Tag): „Griechischer Patient, argentinische Heilung? – Ein anderer Weg aus der Krise“

Griechischer Patient, argentinische Heilung? – Ein anderer Weg aus der Krise

Griechenland ist gerettet. Schon wieder. Und wieder mit dem üblichen Getrickse und Gemurkse. Geht das nicht auch anders? Wir schauen mal nach Lateinamerika. Dort haben sich Länder wie Argentinien, Brasilien, Peru oder Kolumbien anders aus der Krise manövriert – vor allem, indem sie nicht auf IWF und Weltbank gehört haben. Inzwischen klopfen Spanien und Portugal bei ihren früheren Kolonien in Lateinamerika als Bittsteller um Investitionen für ihre lahmende Wirtschaft an. Der lateinamerikanische Weg – heute Abend in Der Tag.

60 Minuten.

Tell them of these men

„Mein Katalonien“ 6 – Die großartigen Stellungen unter Fahnen auf den Hügeln, Blechbüchsen und Kot

Aus dem März 1937, später Winter an der Aragón-Front:

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„Kampfplatz Spanien“ 7 – Bei Guadalajara im Monat März

Die Schlacht bei Guadalajara im März 1937 ist – neben der Verteidigung Madrids im November 36 – der einzige wirklich triumphale Sieg der Republik über die Faschisten: das Expeditionskorps Mussolinis wird nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und in die Flucht geschlagen.

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„Kampfplatz Spanien“ 6 – Unmut über eine nicht stattgefunden habende Nibelungenschlacht in Málaga

Borkenau zeigt sich angesichts der Einnahme von Málaga durch die Faschisten im Februar 1937 hinsichtlich der militärischen Fähigkeiten der republikanischen Streitkräfte und Milizen außerordentlich skeptisch:
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„Kampfplatz Spanien“ 5 – Deutsch-jüdische Streitkräfte

Sehr interessant. Borkenau ist im Januar 1937 auf seiner zweiten Spanienreise in Murcia recht weit im Süden und beobachtet dort folgendes:

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„Kampfplatz Spanien“ 4 – Madrid, Kastilien, Andalusien (und noch die Pasionaria)

Ende August, Anfang September 1936 reist Borkenau von Barcelona zunächst nach Valencia, dann weiter nach Madrid – und von dort aus nach Süden: nach der Mancha in Neukastilien und schließlich in den nördlichen Teil Ostandalusiens.

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„Kampfplatz Spanien“ 3 – auf dem Weg zur Front – Lérida, Sancho, Durruti, Dum-Dum

Borkenau ist am 12. August 1936 auf dem Weg von Barcelona zur Aragón-Front. (Ein halbes Jahr später wird George Orwell in etwa den gleichen Weg zurücklegen. Und Willy Brandt auch, aber das nur nebenbei.)

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„Kampfplatz Spanien“ 2 – eine Kirche brennt

Und zwar am 5. August 1936 im de facto von anarchistischen Milizen beherrschten Barcelona. Knapp drei Wochen liegt der Aufstand der Faschisten zurück, Barcelona und ganz Katalonien ist fest in der Hand der Regionalisten/Loyalisten und der Revolutionäre. Borkenau ist gerade dort eingetroffen.

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„Kampfplatz Spanien“ 1 – über die katholische Kirche

Eine lange, aber außerordentlich interessante Passage. Sie klärt grosso modo die Frage: „Warum ist bei diversen roten Aufständen in katholischen Gegenden Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg niemand auf den Gedanken gekommen, Priestern was zu tun – und warum sind sie in Spanien reihenweise an die Wand gestellt worden?“ (Außer in Navarra und im Baskenland.)

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Noch etwas zum 9. November

9. November 1936: Die vor allem aus Deutschen, Franzosen, Belgiern und Engländern bestehende neuaufgestellte XI. Internationale Brigade – insgesamt etwa 2000 Mann – greift erstmals in das Kampfgeschehen des Spanischen Bürgerkrieges ein.

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Orwell und Enzensberger

Da habe ich nun gestern nach der Beendigung von George Orwells „Mein Katalonien“ (zuerst 1938) die Lektüre von Hans Magnus Enzensbergers „Der kurze Sommer der Anarchie“ begonnen. Und es geht nicht, obwohl beide Werke thematisch so nahe beieinander liegen.

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„Mein Katalonien“ 5 – Die letzten Tage: die Kathedrale und wieder Tabak

Die letzten drei Kapitel sind ziemlich beklemmend und sozusagen ein Vorgeschmack auf 1984. Sie sind gleichsam durchzogen und durchwoben von der allgegenwärtigen Angst vor einer Verhaftung durch die Geheimpolizei. Es muß im Sommer 1937 in Barcelona eine entsetzliche Atmosphäre geherrscht haben – auch in Brandts Erinnerungen klingt sie an.

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„Mein Katalonien“ 4 – Warnung vor sich selbst (ergänzt)

Der Absatz, in dem Orwell vor seiner eigenen Schilderung warnt, ist glaube ich ziemlich bekannt. Ich möchte ihn aber auch und gerade daher auch in diesem Blog haben.

Sein Hintergrund sind die Maiunruhen im Jahre 1937 im revolutionären Katalonien. Dabei sterben in einer Woche nach dem 3. Mai mehrere hundert Menschen. Es stehen sich gegenüber:
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