„Mein Katalonien“ 2 – zwei unzerstörte Kirchen in sechs Monaten

Orwell wirft der ausländischen, namentlich natürlich der englischen antifaschistischen Presse vor, 1936 die revolutionären Ereignisse (Enteignungen, Landnahmen, Rätebildungen etc.) im roten Teil Spaniens verschwiegen zu haben – um die Lage so darstellen zu können, als kämpften da republikanische Gentlemen gegen Putschgenerale.
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„Mein Katalonien“ 1 – mañana

Das iberische und iberoamerikanische mañana ist in der Tat weltberühmt – und war es schon, als Orwell diesen hübschen Absatz geschrieben hat. Wie er selbst schreibt. (Unbedingt dazu gesagt werden muß, daß er zuvor die ersprießlichen Eigenschaften der Spanier – zuvörderst ihren Großmut und ihre Fähigkeit, andere zu rühmen – in den höchsten Tönen gelobt hat.)

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Brandts „Erinnerungen“ 3 – sein Katalonien

Anfang 1937 ist Brandt dort, wo auch George Orwell ist – an der Aragón-Front im Spanischen Bürgerkrieg. In der spanischen Wikipedia wird er als prominentestes Ex-Mitglied der Internationalen Brigaden genannt, aber das ist Unfug: er ist als Beobachter dort, wie so viele Linke aus der ganzen Welt. Er war nie in den Interbrigaden und kämpft auch nicht – wie es Orwell getan hat – in den POUM-Milizen. Aber er bekommt etwas zu sehen:

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„Aufstieg und Fall der großen Mächte“ 1 – über die spanische Infanterie und den Gran Capitán

Angesichts der einmal wieder aufgenommenen Beschäftigung mit Graciáns Handorakel kommt mir auch wieder eine bestimmte Passage aus Kennedys Aufstieg und Fall der großen Mächte in den Sinn. Als junger Mann fand ich das begeisternd. Heute, nun ja, kann ich zumindest mit der militaristischen Kausalitätskette im letzten Satz wenig anfangen… (Das Buch steht aber unbedingt auf der Leseliste. Es muß noch einmal gelesen werden.)
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Rot und gold (und violett!) – und schwarz: Spanien und Deutschland

„Opa wird Montag siebzig“ – unter diesem Titel eröffnete ich vor fünf Jahren einen Thread in meinem damaligen und nun verblichenen Internet-Forum konjunktiv 2. Heute nun jährt sich der Beginn des Spanischen Bürgerkrieges (den ich immer ein bißchen für den Krieg aller Kriege, jedenfalls für den Krieg des 20. Jahrhunderts zu halten geneigt bin) zum fünfundsiebzigsten Male. Ich nehme diesen Jahrestag zum Anlaß für einige recht unkriegerische, eher freundlich-verwunderte Bemerkungen.

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¡Kultur!

Mir war dieses US-amerikanische Propaganda-Plakat aus dem Ersten Weltkriege bekannt, auf dem ein Monster mit Pickelhaube und einer Keule mit der Aufschrift „Kultur“ in New York an Land stapft… Daß das noch öfter aufgegriffen worden ist, war mir neu – aber hier, auf diesem anarchosyndikalistischen Plakat aus dem Spanischen Bürgerkriege, bedient man sich angesichts des Wütens der „Legion Condor“ über Madrid der gleichen Figur, interessant.

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…quieren pasar los moros…

Musik in einer Randbemerkung

Mehr oder weniger ein technischer Test. :-)

Opa im Spiegel vor 25 Jahren

An die mit diesem Artikel beginnende Spiegel-Serie vor 25 Jahren kann ich mich noch gut erinnern. Ich habe sie als Achtzehnjähriger mit brennendem Interesse gelesen. Und demnächst nun ist der Beginn des Spanischen Bürgerkrieges 75 Jahre her. Wetten, daß es heuer keine Spiegel-Serie geben wird?

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„Stolpersteine“

In Hannover wird zur Zeit einmal wieder über einen „Stolperstein“ debattiert – oder besser wohl: gejammert. (Man möchte, daß auch jemand einen solchen bekommen kann, der gar nicht von den Nazis ermordet, sondern nur verjagt wurde, obwohl das anscheinend bisher anders gehandhabt wurde.) Aus diesem Anlaß einige allgemeine Bemerkungen zu diesen sogenannten „Stolpersteinen“.

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1936 und 1974

Wird man in der Rückschau sagen können, daß der totalitäre Grundkonflikt des 20. Jahrhunderts, der im Sommer 1936 in Madrid manifest geworden ist, endgültig im Frühling 1974 in Lissabon überwunden wurde? Gut, die Erhebung, die da in der Nacht vom 14. auf den 15. April mit dem Abspielen eines grandiosen Liedes in einem obskuren Radiosender beginnt, hat erstens noch Züge eines klassischen Putsches und steht zweitens unter vage sozialistischen Vorzeichen.

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Wenn ich ein männliches Kälbchen wäre…

1403085789_4481dca750… und mir mein weiteres Leben aussuchen könnte, würde ich unbedingt und in wohlverstandenstem Eigeninteresse die Karriere eines spanischen Kampfstiers einschlagen. Ein anständiges Leben und ein auffälliger Abgang, was will man mehr als Rind? Auch (aber keineswegs in erster Linie) deshalb bleibt Harki ein leidenschaftlicher Befürworter, Fan und Freund des Stierkampfes. :d:

Bildquelle: jean-pierre jeannin, CC