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Soll Hannover in Linden umbenannt werden?

Das fordert „Die Partei“. Und der historische Hintergrund ist wirklich interessant. Es gab 1920 starke Vorbehalte gegen die Eingemeindung des proletarischen Lindens in die Stadt Hannover – bis dahin war Linden rechtlich tatsächlich ein Dorf, und zwar das größte im Staate Preußen. Es war nämlich jedermann klar, daß Hannover nach der Eingemeindung bis auf den Jüngsten Tag rot wählen würde – wie es dann ja auch gekommen ist.

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Zum Thema Frauenquote…

… in „Führungspositionen“ bleibt meine Überzeugung die, daß es zumindest kein sozialdemokratisches Kernanliegen sein kann, ohnehin schon privilegierten Weibern zu noch mehr Privilegien zu verhelfen. (Die Formulierung stammt im Kern von @frei_sein, ich habe sie nur mehr vergröbert und auf links gewendet.) Nicht um diese Tanten sollte es der SPD gehen, sondern um die Frauen, die – bei Subunternehmen angestellt oder auch gerne mal nicht so richtig angestellt – ihre Büros saubermachen.

Kupferrot

Die Schriftstellerin Monika Maron hat gestern in einem Gastbeitrag („Der Einbruch des Halbseidenen in die Politik“) für die Frankfurter Allgemeine die Causa Wulff mit sicherem Griff auf in der Ära Schröder aufgekommene Sitten und Gebräuche zurückgeführt:

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Noch zu Schmidts Parteitags-Rede

Schmidt:

Als inzwischen sehr alter Mann denkt man naturgemäß in langen Zeiträumen – sowohl nach rückwärts in der Geschichte als ebenso nach vorwärts in die erhoffte und erstrebte Zukunft.

Dies bedeutete, daß einen alter Mann automatisch einerseits zum Historiker und andererseits zum Hellseher wird. Nun ja, vielleicht ein bißchen. Übrigens erinnert das sehr an einen Passus aus Willy Brandts Erinnerungen (S. 253 f.), in dem Adenauer und de Gaulle verglichen werden:
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Brandts „Erinnerungen“ 8 – über die Kirchen

Unmittelbar im Anschluß an seine (übrigens ein wenig lang geratenen) Ausführungen zu den Schuldigen an und in der Affäre Guillaume bringt Brandt folgendes über das Verhältnis – sein persönliches und das der Sozialdemokratie im allgemeinen – zu den Kirchen zu Papier:

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„Der lange Weg nach Westen“ 8 – Die letzten Meter

Meinem grundsätzlichen Eindruck von diesem bedeutenden Werk des vielleicht bedeutendsten lebenden deutschen Historikers habe ich nichts hinzuzufügen.

Im letzten Kapitel („Abschied von den Sonderwegen. Rückblick und Ausblick“, S. 640-657) und auch schon in den Passagen zuvor fällt vor allem folgendes auf: Der rechte Sozialdemokrat Winkler wendet sich in ihnen besonders gegen die Linke, nämlich gegen den linken Flügel seiner eigenen Partei und gegen die Grünen.

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Am Grabe Kurt Schumachers

Das ist eine recht interessante Anlage auf dem Stadtfriedhof Ricklingen – obwohl das der Friedhof für die ehemals proletarischen Stadtteile Limmer, Linden und eben Ricklingen ist, thront er da fast wie ein König. Der Grabstein steht auf einem halbkreisförmigen Plateau, auf das eine der Hauptachsen des Friedhofs zuläuft.

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„Der lange Weg nach Westen“ 7 – Schumacher

Bd. 2, S. 123 f., Hervorhebung von mir:

Die Initiative zur Neugründung der SPD ergriff der frühere Reichstagsabgeordnete Kurt Schumacher, der im März 1943, nach einem fast zehnjährigen Martyrium, aus dem Konzentrationslager Dachau entlassen worden war. Am 19. April 1945 – neun Tage, nachdem die Amerikaner Hannover eingenommen hatten – berief er ein erstes vorbereitendes Treffen ein; am 6. Mai – zwei Tage vor der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches – erfolgte die Gründung eines sozialdemokratischen Ortsvereins.

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Mein Parteibuch…

… lag gerade im Postkasten. :-) Ich will es in treuen Ehren halten.

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Mit einem Kopf wie Bebel

Ich muß zugeben, daß mir dieses herrliche Zitat des großen linksliberalen Althistorikers Theodor Mommsen aus dem Jahre 1902 (dem Jahre übrigens, in dem Mommsen als erster Deutscher den Literaturnobelpreis bekommen hat) bis dato ganz unbekannt war:

Mommsen ließ es damit [mit der Forderung nach einem Zusammengehen der Liberalen mit den Sozialdemokraten gegen Konservative und Zentrum, K.B.] nicht bewenden: Er nannte die Sozialdemokraten die derzeit „einzige große Partei, die Anspruch hat auf politische Achtung“, und behauptete, jedermann in Deutschland wisse, „daß mit einem Kopf wie Bebel ein Dutzend ostelbischer Junker so ausgestattet werden könnten, daß sie unter ihresgleichen glänzen würden.“

(Winkler: Weg, Bd. 1, S. 309) Paßt irgendwie auch zum 32. August!