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Zur Massenkarambolage bei Rostock

Beim durchschnittlichen deutschen Autobahnfahrstil (140 km/h und dicht an dicht) kommt es eben unvermeidlich zur Katastrophe, wenn etwas kraß Unvorhergesehenes geschieht, wenn sich zum Beispiel die Umweltbedingungen schlagartig verschlechtern – man fährt am Limit. Wie derlei zuverlässig zu verhindern wäre, ist seit Jahrzehnten bekannt, wird aber – freie Fahrt für freie Bürger – nicht umgesetzt.

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Zwei Wege

Ein Fußweg und ein Radweg nebeneinander, beide gleich breit (so 2 m), beide gleich schön, kenntlich durch unterschiedliche Pflastersteine. Ist es eigentlich eine hannöversche Spezialität, daß da ein Radfahrer dick und fett und ohne erkennbaren Grund mitten auf dem Fußweg fährt? Bei Dunkelheit natürlich ohne Licht. Zur Seite gefahren wird im allerletzten Moment.

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FAZ – Herz aus Blech

holm_fazSehr hübsche Glosse von Kerstin Holm zum Autofahren à la russe. Daraus

Private Fahrzeughalter, die wiederholt gegen Polizistenwillkür und Zollerhöhungen für Gebrauchtwagen demonstriert haben, sind in Russland die einzige Gruppe, die überregional Solidaritätskundgebungen mobilisieren kann – und damit die Keimzelle einer Zivilgesellschaft.

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Freiwild

freiwildHeute morgen bin ich vom D-Radio mit dem Selbstbezichtigungsschreiben eines großstädtischen Fahrradfahrers geweckt worden: „Freiwild Radfahrer“. Je nun, die Sache mag sich in Berlin dramatischer darstellen als im gemächlichen Hannover, aber ich empfinde das alles nicht so.

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Ins Dunkle Drittel – Hunde mit Rücklichtern

Dunkles Drittel

Es beginnt sehr bald, das Dunkle Drittel des Jahres, die Zeit zwischen Mitte Oktober und Mitte Februar. Die Zeit der Nachtläufe auf den immer gleichen Strecken, meist nicht sehr lange Routen längs wenig befahrener Straßen oder auf irgendwelchen Wegen in Kleingartenkolonien.

Na, es sind im Grund nur zwei Strecken von sieben Kilometern Länge. Zur Monotonie des täglichen Laufens paßt es auch schlecht, sich abwechslungsreiche, „innovative“ Routen zurechzuschneidern. Man reißt die Sache halt ab wie einen Abenspaziergang. Die Stetigkeit der körperlichen Übung, auch beim Hantelstemmen vor dem Laufen, wird eigentlich erst durch die verhältnismäßige Eintönigkeit möglich. Zwar strengt man sich ziemlich an, kann aber gerade in dem festen Korsett des Programms die Gedanken laufen lassen. Weiß gar nicht, wieviele Texte ich dabei in all den Jahren schon im Kopf formuliert habe.

Heute gegen 19:00 Uhr das untrügliche Zeichen, daß es ins Dunkle Drittel geht: in den Gärten ein Köter mit Rücklicht. Wie blöd sieht das aus. Es sind Halsbänder, aber wenn man das auch aus nur mäßiger Entfernung sieht, denkt man – auch, weil das Licht rot ist – unwillkürlich, die hätten so einen Leuchtpröppel im *rschl*ch stecken.

Schlimm auch des Nachts der Anblick von Joggern mit Rücklichtlein: „Ich bin sportlich, aber verantwortungsbewußt und allemal vorsichtig.“ übel