Wir versuchen, die Lage in Georgien zu beobachten,
… und tun es damit den 340 EU-Beobachtern gleich. Die sollen nun laut einem Welt-Online-Artikel nach russischer Entscheidung nicht einmal in die von den Russen okkupierte Pufferzone hinein dürfen, obwohl sie doch eigentlich deren Räumung beobachten sollten. (Nach Südossetien und Abchasien dann ohnehin nicht.)



Von den südossetischen Milizen war gestern schon zu hören, nun schaffen sie es heute auf die FAZ-Titelseite. Na, man kann Rußland zu seinen Verbündeten nur gratulieren.
So, ich hoffe, die Tagesereignisse haben die FAZ gestern zumindest fürs erste zum letzenmal veranlaßt, aus der Form zu gehen. Mir gefällt diese kleine Serie auch nicht mehr, drei Folgen reichen, weiß Gott.
Nun, eigentlich hatte ich mir heute vorgenommen, mich auf dem Weg zur Arbeit melodramatisch naßregnen zu lassen, aber daraus ist nichts geworden.
Die FAZ präsentiert sich in ungwohnter Aufteilung, die Woche beginnt mithin beunruhigend. Rußland marodiert im Transkaukasus, China läßt Turnflummis unklaren Alters herumhüpfen. Und dann gäbe es da noch Indien. Es ist in den Leitartikeln viel von Regionen, Großmächten und Polaritäten und Multilaterismen die Rede.
„Zurück zu den Wurzeln!“, das war heute meine Assoziation als die Meldungen kamen, daß es auch in Abchasien knallt. Erinnert man sich? Das war so 1992 einer der ersten Konflikte längs des Hauptkammes. Gut der Krieg zwischen Osseten und Inguschen 1991 war ein Jahr vorher und die ersten Kämpfe zwischen Georgiern und Osseten gar schon 1990.