FAZ: „Papst-Wahl: Reform an den Gliedern des Hauptes“

Papst-Wahl: Reform an den Gliedern des Hauptes – Die Wahl des Papstes – FAZ

Manche forderten einen Theologen mit geistlicher Tiefe wie Benedikt XVI.; viel mehr Kardinälen aber war die physische Stärke wichtiger: Benedikts Nachfolger müsse jünger sein, energisch und durchsetzungsstark, politisch versierter und offener im Umgang mit den Medien, hieß es.

Konservative wie liberale Kardinäle fordern aber vor allem einen Papst, der endlich die vatikanische Kurie reformiert. Der amerikanische Kardinal Sean Patrick O’Malley wurde mit der Aussage zitiert, Benedikt XVI. habe sein Pontifikat nicht mehr „vor der Kurie retten“ können. Seine theologische Botschaft sei in den Nachrichten über Hass und Missgunst untergegangen.

Jörg Bremer sehr interessant und detailreich zur inneren Struktur des Vatikans und vor allem zu aktuellen Mißständen dieser inneren Struktur, vor allem auch zur problematischen Rolle des Staatssekretariats:

Stattdessen habe es seit den letzten Jahren unter Johannes Paul II. immer mehr Macht an sich gezogen, beklagen Kurienmitarbeiter. Manchmal mussten Kurienkardinäle mehrere Wochen auf eine Audienz warten.

Der Papst wurde so allmählich gegen die Kongregationen abgeschottet.

Und am Schluß:

Im Staatssekretariat arbeitet zudem seit einigen Monaten als Kommunikationsberater Greg Burke, der früher für „Fox News“ arbeitete. Er riet dem Papst, Twitter-Nachrichten in die Welt hinauszusenden. Etwas ehrwürdiger geht es im „Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel“ unter Erzbischof Claudio Maria Celli zu. Der sagte kürzlich dieser Zeitung, dass in dem vatikanischen Kompetenzwirrwarr zu viele Stimmen sprächen.

Sieh an, einer von „Fox News“… Nun wundert mich diese Erz-Peinlichkeit nicht mehr. Es scheint da wirklich einiges im Argen zu liegen. :roll:

SZ: „Twitter und Facebook im Sport – Aufregung hinterm Hashtag“

Twitter und Facebook im Sport – Aufregung hinterm Hashtag – Sport – Süddeutsche.de

Aufmerksamkeit, Fans, Zuspruch: Soziale Medien bieten Sportlern verlockende Möglichkeiten – allmählich reift aber auch das Bewusstsein, welche negativen Einflüsse Netzwerke bringen können.

Interessanter Artikel.

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FAZ (Feuilleton): „Twitter im Abwind: Es war wohl alles ein bisschen viel für ihn“

Twitter im Abwind: Es war wohl alles ein bisschen viel für ihn – Medien – FAZ

Aus einem ansonsten nicht unlesenswerten Text dieses kuriosen Twitter-Punkers:

Der zweite Aspekt von Lauers Rückzug trifft die Piraten noch stärker ins Mark. Twitter ist ein besonderer Ort für die digitale Öffentlichkeit. Was dort geschieht, kann wie mit einem Vergrößerungsglas über andere Medien millionenfach weiterverbreitet werden. Deshalb geht Lauers Aufwiegen seiner Follower- und Klickzahlen mit Zeitungslesern und Fernsehzuschauern völlig fehl. Politisch gilt das in jeder Dimension: Der bekannteste Tweet der Welt, „Four more years“ von Barack Obama, entfaltete seine Wirkung nicht durch die 25 Millionen Follower des Präsidenten, sondern durch die Berichte über diesen Tweet in anderen Medien mit einem mutmaßlichen Milliardenpublikum.

Das von mir kursiv Angemarkerte verstehe ich nicht. Das ist doch genau das, was Lauer zu Recht festhält: Relevant, wirkungsmächtig ist das, was gedruckt oder gesendet wird, nicht das, was getwitter wird oder sonstwo „im Internet“ publiziert wird.

Ja, es „kann wie mit einem Vergrößerungsglas über andere Medien millionenfach weiterverbreitet werden“, richtig. Das wird es aber nur alle Jubeljahre einmal. Der Siegesruf von Obama, drei quantitative Ebenen darunter vor Jahren das Wahl-Gepetze dieser fetten CDU-Weinkönigin aus der Pfalz, vor Wochen diese Aufschrei-Aufschreibe-Aufforderung – das sind Moleküle im Ozean. Der Rest ist Zeitverschwendung, sicher auch die angeblich 60.000 Tweets Lauers.

Allerdings sehr richtig:

Wenn ein Vorreiter der politischen, digitalen Öffentlichkeit einen Text über Twitter schreibt, der vom Vorsitzenden eines Vereins zur Brauchtumspflege stammen könnte, ist das ein Zeichen, um sich zu sorgen – nicht um Christopher Lauer, sondern darum, wie die Öffentlichkeit sozialer Medien wirkt, wenn es nicht gerade um Katzenfotos geht.

(Oder um „alles 100 % bio, wie immer“, falls es das noch gibt (woran ich eigentlich keinen Zweifel habe).)

FAZ: „Ein Pirat springt ab: Twitter ist für mich gestorben“

Ein Pirat springt ab: Twitter ist für mich gestorben – Feuilleton – FAZ

Das Gezwitscher bringt nichts: Es kostet Zeit und Nerven, steigert aber kaum die Wirkung in der Öffentlichkeit. Hierin sind die klassischen Medien unübertroffen.

[...]

Mittlerweile habe ich auf Twitter 22.500 Follower, was man beachtlich finden kann. Oder auch nicht. […]  Große Tageszeitungen haben eine Auflage von mehr als 350.000 Exemplaren. Selbst bei der konservativsten Rechnung, dass nur ein Prozent der Leser überhaupt bis hierhin gekommen ist und diesen Gastbeitrag liest, wären das noch immer mehr, als auf meine Links auf Twitter klicken. Wenn ich in einer Talkshow des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sitze, erreiche ich sogar ein Millionenpublikum.

[...]

Die Frage, ob ich Twitter weiter nutzen möchte, habe ich für mich beantwortet. Die entsprechende App wurde von meinem Smartphone verbannt. Ganz löschen werde ich den Account nicht; zum Verbreiten von Links auf meinen Blog reicht er noch. Aber als Kommunikationsmedium ist Twitter für mich gestorben. Wer etwas von mir möchte, der möge mir ganz klassisch eine E-Mail schreiben.

Dunnerlütchen, nun hat es doch noch einmal einer bemerkt, dieses ganz simple und eigentlich extrem auffällige Zahlenverhältnis – wobei 25.000 Follower für einen deutschen Twitter ja schon eine geradezu astronomisch hohe Zahl sind, die gerade einmal von einem der bekanntesten „Piraten“-Politiker erreicht wird, aber von kaum einem anderen.

Auch ansonsten ein sehr lesenswerter, sympathischer Artikel. Zum Beispiel auch durch den Hinweis, daß Twitter einen Gutteil der Aufmerksamkeit, die ihm in der Presse gewidmet wird, der Tatsache verdankt, daß viele – gerade jüngere – Journalisten selbst twittern – man damit also gleichsam im eigenen Saft schmort.

FAS: „Sexismus-Debatte auf Twitter: Es ist zum Schreien“

Sexismus-Debatte auf Twitter: Es ist zum Schreien – Feuilleton – FAZ

Artikel ist ein besonders abschreckende Beispiel für die Erzeugnisse spätpubertierender FAZ/FAS-Feuilletons-Bloggermiezen. Schauderhaft.

Will ich, wenn ich mich schick mache, irgendetwas anderes, als anderen zu gefallen? Bin ich ein Sexist, wenn ich mich schick mache? Was will man, wenn man sich schick macht, außer gefallen? Warum will man gefallen? Ist es nicht das allertiefste Menschenbedürfnis zu gefallen, das von Männern wie das von Frauen, nur eben mittels anderer Strategien?

Autorin heißt immerhin nicht Julia, sondern nur Antonia.

SZ: „Grünen-Parteichefin – #Candystorm für Claudia“

Grünen-Parteichefin – #Candystorm für Claudia – Digital – sueddeutsche.de

Nun, daß die Twitterspastis die Mitglieder der Grünen nochmals an Geschmacklosigkeit übertreffen, kann sowenig überraschen wie die Tatsache, daß die „Digital“-Tussi der SZ Twitter mit „dem Netz“ verwechselt.

Vorgestern


:-)

+2: Den Daumen hoch für zwei Klicks (ergänzt)

Amyklai beteiligt sich von nun an stolz erhobenen Hauptes an einer Datenschutz-Aktion des Hannoveraner Heise-Verlages: „2 Klicks für mehr Datenschutz“. Die Nerds unter Ihnen wissen, daß Heise der führende IT-Zeitschriften-Verlag Deutschlands ist, daß er der OpenSource-Idee sehr verbunden ist und daß er Datenschutzbelangen einen hohen Rang bemißt – daß er kurzgesagt „hackernah“ ist. ( Viva Hannovera! ;-) )
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Twitter-Klient gesucht

Nachdem Echofon nun auch unter Windows nicht mehr bzw. gerade nicht oder mal wieder nicht funktioniert, suchte ich und suchen einige meine Twitter-Buddys einen neuen Twitter-Klienten. Er sollte folgenden Anforderungen genügen:
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Eine Twitter-Suche per Feed verfolgen

Auch das (und nicht nur das hier) geht weiterhin, auch wenn das „Neue Twitter“ einem auf seiner Hauptseite keine RSS-Icons und keine Meta-Links mehr anbietet. Nämlich so: http://search.twitter.com/ besuchen, Suchbegriffe eingeben (unter Umständen die „Advance Search“ bemühen oder Suche anhand dieser Operatoren-Übersicht nachjustieren) – et voilà, da ist er, der orange Feed-Link.

Beispiel.

Bildquelle: bisonblog, CC, danke!

Was für Exemplare sind die Groupies von Ex-Dr. zu Guttenberg?

Woher die vielen Guttenberg-Groupies auf Facebook kommen, fragt ein SZ-Blogger – und gibt folgende Antwort, bzw. läßt sie geben:

Die ersten Nutzer des sozialen Web, so Oetting, seien politisch eher links gestanden. „Das hat auch mit der Entwicklungsgeschichte zu tun. Das Internet war zuerst ein anarchisches Medium, viele haben sich von der Freiheit dort anziehen lassen.“ Nun erlebten viele Menschen außerhalb der angestammten Internetgemeinde zum ersten Mal den Zauber des Mitmachens im Web.

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TweetDeck für Chrome

Seit einigen Wochen verwende ich unter Windows und unter Linux TweetDeck für Chrome als hauptsächlichen Twitter- und Sonstige-soziale-Medien-Klienten und bin recht zufrieden damit. Es kann nicht allen Schnickschnack, den die Standalone-Version von TweetDeck kann – verbraucht dafür aber auch nur einen Bruchteil an Ressourcen (Arbeitsspeicher).

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„Das Fax-Gerät wird euch befreien!“

Diesen Satz vor einem Vierteljahrhundert irgendwo in Osteuropa gehört zu haben, erinnert sich Timothy Garton Ash vorgestern in seiner Guardian-Kolumne. Es geht um die Ereignisse in Tunesien und den Einfluß des Internets und insbesondere der „Sozialen Medien“ auf sie: Twitter und Wikileaks hätten die Tunesische Revolution nicht verursacht, sie seien aber für die tunesischen Demonstranten hilfreich gewesen.

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Einem Twitter per RSS folgen (ergänzt)

Das „neue Twitter“ bietet einem nicht mehr wie das alte einen bequemen Link zum RSS-Feed eines einzelnen Users an. Es gibt diese RSS-Feeds aber weiterhin – man kann weiterhin jemanden, dem man nicht folgen möchte (oder nicht folgen darf :-D ), per RSS im Auge behalten. Man baut einfach den fraglichen @Nick in dieses URL-Schema ein:

http://twitter.com/statuses/user_timeline/NICK.rss

Und damit hat man die URL des RSS-Feeds.

Beispiel:

http://twitter.com/statuses/user_timeline/Volker_Beck.rss ist der RSS-Feed von @Volker_Beck.

TweetDeck, einmal wieder

Gestern abend hatte ich Probleme mit Ubuntus Mikroblogging-Klienten Gwibber (er konnte einmal wieder nicht alle Konten richtig abfragen) – und da mir auch Echofon weiterhin Schwierigkeiten unter Linux gemacht hat, habe ich es nach einem guten Jahr einmal wieder mit der Desktop-Version von TweetDeck versucht. Nun habe ich mir das auch unter Windows installiert und unter beiden Systemen ein bißchen damit experimentiert. Hier ein kurzer Testbericht.

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