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Über’s Eis 2 (3)

Auch die Graft ist zugefroren, und man kommt nun ohne Eintritt (oder Kraxeleien) innen Großen Garten rein! Ich war vorhin drin und habe mir die Schloßbaustelle mal „von hinten“ angeguckt, ferner kahle Bäume und leere Becken. (Ob sie am Eingang wirklich noch kassieren, weiß ich nicht, wie ich die Brüder kenne, probieren sie’s). Also, hier:

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Über’s Eis

Nach drei Jahren ist der Maschsee wieder zugefroren. Ich war vorhin dort und bin über’s Eis vom Nordufer zum Südufer gelaufen, das sind so knapp 3 km – hier die dabei geknipsten Bilder. Herrlich war’s! Und zu der Tageszeit war es auch nahezu leer. Den über dem Eis naturgemäß ungebremst wehenden, starken Nordwind hatte ich gottlob im Rücken. Beachten Sie unter anderem das vorletzte Bild: der Faschist will unbedingt ins Wasser springen und kann nicht! :-D

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Panik-Meteorologie

Wann haben Sie die Begriff „Blitzeis“ und „Starkregen“ zuerst gehört? Sicher nicht, bevor Sie einen Internetanschluß bekommen haben, und sicher nicht vor viel länger als vor fünf Jahren. Die berühmten „gefühlten Temperaturen“ dürften nicht viel älter sein. Ein Online-FAZ-Artikel vom Sonntag versieht uns mit weiteren Beispielen: „Minusgrade aus Sibirien“.

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Alle reden

Bildvorlage ist die 1914 entstandene Hommage an Blériot von Robert Delaunay, dessen Opus im nächsten Jahr gemeinfrei wird und dessen Sohn ein Musikjournalist war. (Ich kann mich weiterhin nur ärgern, mir 2009 die Marc-Macke-Delaunay-Austellung im Sprengelmuseum eben nicht angeschaut zu haben.)

„Schneechaos“

Vor einigen Tagen wurde auf den NachDenkSeiten der Neoliberalismus für das „Schneechaos“ dieser Tage verantwortlich gemacht, heute stößt ein Blogger ins gleiche Horn. Straßenmeistereien seien privatisiert worden und funktionierten nun nicht mehr.

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Vorm Frühling

Halb amüsiert’s mich, halb reg ich drüber auf: das offensichtliche Bedürfnis der kleinen deutschen „Social-Media“-Gemeinde, auch noch den Frühling als allererste zur Kenntnis zu nehmen. Das war schon bei der Tauperiode vor etwa zwei Wochen so und nun wieder. Lächerlich. Es ist Winter.

Laufend beobachtet…

  • Noch nie soviel Split auf einmal gesehen wie gerade beim Laufen nach der Schneeschmelze.
  • Zwei große, schwere Typen laufen. In mehren Schichten dick eingepackt. Kapuzenpulli, nur die Augen sind frei – daher auch ist das Alter nicht einzuschätzen. Fäustlinge. Es sind 7 Grad. Für mich zum erstenmal seit Wochen wieder kurze Hosen und T-Shirt.
  • Und wie immer kurz vor Sommenuntergang: viele Köter.

Schnee im Frühling

schnee.jpgHeute findet alles ein bißchen später statt. Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, bin ich heute zum erstenmal nach Mitternacht gelaufen — und das nun gerade in der Osternacht.

Vor dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche nebenan brennen sie ein Osterfeuer ab, ein merkwürdiger Anblick im Wohngebiet, aber doch hübsch anzuschauen. Dennoch: Es paßt nicht. Nicht neben einer Kirche. Osterfeuer sollten mit Suff und Krach verbunden sein, nicht mit wohlanständigem Danebenstehen und ein paar Tanten-Reflexionen über den heidnischen Ursprung der Veranstaltung.

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IX

207.gif♦ Friedbert Pflüger legt in seinem Weblog dar, was ihm (neben dem zu Recht vielgeschmähten Passus über die Assimilation) an Erdogans Rede noch und vor allem nicht gefallen habe – nämlich der Versuch, Türken mit deutschem Paß der Intervention der Türkei in die deutsche Politik dienstbar zu machen. Ziemlich deutliche Worte.

♦ Die Papier-FAZ veröffentlicht heute drei außerordentlich islamkritische Leserbriefe. Darunter schien mir einer zwar etwas geisterseherisch, aber doch zumindest bedenkenswert. Der Schreiber aus Berlin-Wedding weist auf die massenhafte Verbreitung des Anabolika-Mibrauchs in der Unterschicht hin; die futtern das Zeug, weil es muskelbildend wirkt. Angeblich macht es aggressiv. Keine Ahnung, ob das quantitativ für die „Jugendkriminalität“ von Bedeutung ist – jedenfalls ist es, nach allem, was man hört, in der Tat extrem weit verbreitet.

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Hundsstern

position_alpha_cma.pngGegen neun beim Laufen ein Wintersternenhimmel so schön, wie man ihn in der Großstadt selten zu sehen bekommt. Im Norden martialisch und winterlich-senkrecht die Sichel des Großen Wagens, im Osten der große Himmelskrieger, zu seinen Füßen der Große Hund. Zum ersten Mal erst in diesem Winter werde ich des Sirius‘ gewahr. Dieser stolze, kalte und gleichmütige Gast an unserem Himmel. Prächtig hoch droben die Zwillinge und die Pleiaden.

Schön; das ist ein Bild (sogar das Bild?) des Winters.

Von wegen martialisch: den Mars, der in den letzten Wochen so hübsch zu sehen war, konnte ich leider nicht zur herbeigesehnten Komplettierung des Bildes aufspüren.

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Ins Dunkle Drittel – Hunde mit Rücklichtern

Dunkles Drittel

Es beginnt sehr bald, das Dunkle Drittel des Jahres, die Zeit zwischen Mitte Oktober und Mitte Februar. Die Zeit der Nachtläufe auf den immer gleichen Strecken, meist nicht sehr lange Routen längs wenig befahrener Straßen oder auf irgendwelchen Wegen in Kleingartenkolonien.

Na, es sind im Grund nur zwei Strecken von sieben Kilometern Länge. Zur Monotonie des täglichen Laufens paßt es auch schlecht, sich abwechslungsreiche, „innovative“ Routen zurechzuschneidern. Man reißt die Sache halt ab wie einen Abenspaziergang. Die Stetigkeit der körperlichen Übung, auch beim Hantelstemmen vor dem Laufen, wird eigentlich erst durch die verhältnismäßige Eintönigkeit möglich. Zwar strengt man sich ziemlich an, kann aber gerade in dem festen Korsett des Programms die Gedanken laufen lassen. Weiß gar nicht, wieviele Texte ich dabei in all den Jahren schon im Kopf formuliert habe.

Heute gegen 19:00 Uhr das untrügliche Zeichen, daß es ins Dunkle Drittel geht: in den Gärten ein Köter mit Rücklicht. Wie blöd sieht das aus. Es sind Halsbänder, aber wenn man das auch aus nur mäßiger Entfernung sieht, denkt man – auch, weil das Licht rot ist – unwillkürlich, die hätten so einen Leuchtpröppel im *rschl*ch stecken.

Schlimm auch des Nachts der Anblick von Joggern mit Rücklichtlein: „Ich bin sportlich, aber verantwortungsbewußt und allemal vorsichtig.“ übel