Wohin will der Barbar?

von Harki

Einen nur abschnittsweise etwas penetrnaten, meistenteils aber witzigen und unterrichteten geschichtspolitischen Artikel liefert uns heute die TAZ. Geht um die nicht richtig verlinkbare Ausstellung „Rom und die Barbaren“ in der „Bundeskunsthalle Bonn“. Sehr zu danken ist dem Verfasser unter anderem dafür, den unbeholfen nicht-didaktischen und natürlich doch wieder erzdidaktischen Anspruch der Macher aufgespießt zu haben:

Es ist auch der Kleinmut deutscher Wissenschaftler, der aus dieser Präsentation spricht. Man vertraue „auf den hohen Bildungs- und Kenntnisstand des Publikums“ und habe daher der Versuchung widerstanden, „Bezüge zwischen der Antike und unserer Zeit herzustellen“, schreiben die Kuratoren im Begleitband.

Und natürlich machen sie nichts anderes, die übliche Wissenschaftlers-Devotheit.

Ach so, der Artikel heißt „Ein Barbar will nach oben“ – der Autor wurde mithin TV-mäßig in den späten 70ern sozialisiert, was ihn noch sympathischer macht. Könnte sich noch jemand an die Serie erinnern?

„Nach oben“ auf hebräisch wäre übrigens ganz wörtlich „el al“, nichts anderes heißt der Name der allseits beliebten Fluggesellschaft.

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